VfR will nicht mehr zittern

 
 
Von Hubert Heinz

FUSSBALL Bürstadt hat die Nase voll vom Abstiegskampf / Göbel will „besseres Ergebnis“

BÜRSTADT - Fußball-Kreisoberligist VfR Bürstadt hat nach einer schlechten Hinrunde mit nur elf Punkten eine gute Rückserie hingelegt. Mit dem in der Winterpause gekommenen Trainer Karl-Heinz Göbel holte der Traditionsverein weitere 26 Zähler und landete auf Platz zwölf. Diese Platzierung will Göbel nun verbessern.

Der VfR wollte, nachdem er auch die zwei Jahre davor um den Ligaverbleib kämpfen musste, wieder in ruhiges Fahrwasser kommen und rechtzeitig Punkte sammeln. Danach sah es bis zur Winterpause allerdings eher nicht aus. Bürstadt stand auf dem Relegationsplatz und erfuhr erst mit der Verpflichtung von Trainer Karl-Heinz Göbel den nötigen Aufschwung. Mit Platz zwölf hatte der VfR sein Ziel, den Klassenerhalt, letztlich noch sicher erreicht.

 

Mit Göbel kamen in der Winterpause drei neue Leute. Yusuf Ekin, Andreas Krämer und Christoph Selzer stabilisierten die Mannschaft – der VfR entwickelte sich wieder zu einer Einheit. „Meine Philosophie, wie Fußball zu spielen ist, wurde von der Mannschaft schnell verinnerlicht“, sagt Göbel im Nachhinein. Der Bürstädter Trainer will, anders als im Vorjahr, frühzeitig mit dem Punktesammeln anfangen. „Die Leistung, die wir in der Rückrunde zeigten, wollen wir gleich abrufen“, sagt der VfR-Coach.

Sieben auf einen Streich sind es, die sich dem VfR in diesem Sommer anschließen. Doch Göbel bleibt Realist: „Wenn ein Verein drei Jahre nur gegen den Abstieg spielt, ist es schwer, Spieler dazu zu bewegen, sich dem Club anzuschließen.“ Unzufrieden ist der gebürtige Mannheimer aber nicht, denn er sieht seinen Kader in der Breite gut aufgestellt. Lukas Bamberg könnte Julian Ille in der Abwehr ersetzen. Mit Maximilian Grüne kommt zudem ein Talent, das schon in der Jugend von Astoria Walldorf kickte. Auch auf der Torhüterposition gibt es mit Marcel Sauer vom FV Biblis eine Alternative. Entwicklungspotzenzial erkennt Göbel aber bei allen Neuen.

Mit Julian Ille und Kevin Krezdorn verließen zwei Leistungsträger den Verein. „Eine gewisse Fluktuation ist natürlich gegeben“, sagt Göbel anhand weiterer sieben Weggänge.

Und was sind die Ziele? Eine weitere Zittersaison soll es unter Göbel nicht geben. Der VfR-Trainer macht klar: „Mein Anspruch ist es, mit der Mannschaft ein besseres Ergebnis zu erzielen als im Vorjahr.“ Göbel hält auch einen einstelligen Rang für möglich.

Zugänge: Niels Döhren (SG Nordheim/Wattenheim), Lukas Bamberg (FV Hofheim), Kacper Rozniwic (FC 07 Bensheim), Marcel Sauer (FV Biblis), Luca Giegrich (TSV Hemsbach/Sulzbach), Lucas Neuhof (TSV Viernheim), Maximilian Grüne (SV Kirschhausen).

Abgänge: Christopher Münch, Marc-Oliver Üsten (eigene 1b-Mannschaft), Nick Wiegand, Dario Knezovic, Kevin Krezdorn (alle FC 07 Bensheim), Tobias Kurz (FC 07 Bensheim II), Philipp Mager (FC Starkenburgia Heppenheim), Erik Kamprath (Eintracht Bürstadt), Julian Ille (SG Riedrode).

Kader: Lucas Neuhof, Marcel Sauer, Maximilian Grüne (Tor); Yusuf Ekin, Andreas Kautzmann, Kacper Rozniwic, Andreas Krämer, Moritz Schumacher, Marius Barth, Vasili Voukelatos, Timo Seyfried, Niels Döhren, Lukas Bamberg, Luca Giegerich, Christopher Schamber, Amada Dikan, Marco Müller, Nico Marsch, Kadir Kilic, Christoph Selzer.

Trainer: Karl-Heinz Göbel (im zweiten Jahr).

Ziel: einstelliger Platz.